Landmaries Garten im April 2015

Landmaries Garten (3) – Winterstarre?

Nach dem Winter…

 

Landmaries Garten im Februar 2015
Landmaries Garten im Februar 2015

 

Landmaries Garten im März 2015
Landmaries Garten im März 2015

…kam endlich die Farbe zurück.

Nach einer gefühlt unendlich langen Phase des Nichtstuns im Winter und Frühjahr, zog nun endlich der Frühling ins Land. Schon Wochen vor Ostern wurde jeder trockene Samstag genutzt um die letzten Winterrückstände im Garten zu beseitigen. Viele Baumarktbesuche, laienhafte Zeichnungen und Materialberechnungen später kam endlich der Tag, an dem ein Anhänger mit neuem Material den Garten erreichte. Nach dem ständigen Abriss und Entsorgen im letzten Herbst begann nun endlich der Aufbau!

 

Landmaries Garten im März 2015
Landmaries Garten im März 2015

Die Ostertage waren wunderbar sonnig und glücklicherweise hatte ich eine Woche Urlaub eingereicht. Eine Woche, in der ich den Garten startklar machen wollte. Schließlich musste all das herangeschaffte Holz irgendwie verarbeitet werden. Das erste Beet war gar nicht so schlecht geworden – Das zweite noch ein bisschen besser. Schiefe Bretter? Ganz egal. Dafür gab’s das gute Gefühl mit dem Akkuschrauber dazustehen und sein Werk zu bewundern, das so gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit fertig geworden ist.

Tag für Tag wuchs ein kleines Paradies und langsam fügten sich die Ideenpuzzleteile aus meinem Kopf zu einem Bild zusammen. Sieben hübsche Holzbeete standen bereit. Nun musste nur noch die Erde aufbereitet werden. Mit Schaufel und Harke bewaffnet entfernte ich sämtliche Wurzelreste und Steine aus den Beeten. Anschließend wurde in jedes Beet Dünger eingearbeitet und im Kartoffelbeet zusätzlich noch Kalium verstreut. Voller Tatendrang hätte ich am Liebsten gleich alles bepflanzt, doch der Dünger musste erstmal eine Weile seine Arbeit tun.

Parallel zu den Beeten bastelte ich weiter am Weg, der langsam Gestalt annahm. Die Rasenkanten aus Metall hatte ich schon im Winter eingesetzt. Die Wegführung war also erkennbar. Eine erste Schicht Lava bedeckte schon die Erde und die alten Betonplatten fanden bald einen neuen Platz. Gesäubert, per Augenmaß ausgerichtet und auf Abstand gelegt zierten sie den neuen Gartenweg – Der einzige in der Anlage, der um die Ecke geht! Bis zu eben dieser Ecke stellte ich den Weg Anfang Mai fertig. Für den Rest fehlte es leider noch an Material. Irgendwann müsste dann wieder jemand einen Anhänger ankarren…

Landmaries Garten im März 2015
Landmaries Garten im März 2015
Landmaries Garten im April 2015
Landmaries Garten im April 2015

Eine weitere Baustelle sollte bald folgen. In der Laube lagerten bereits zwei Staketenzäune aus Kastanienholz, die quer zum Weg aufgestellt werden sollten. Ein paar Tage später grub ich also Löcher für die Zaunpfosten und schlug sie anschießend tiefer in die Erde. Anschließend befestigte ich die aufgerollten Zaunlatten an den Pfosten. Es war 14:45 Uhr, also noch eine Viertelstunde Mittagsruhe. Eine Nachbarin ließ es sich nicht nehmen, mich darauf hinzuweisen. Es gibt nunmal Regeln in so einer Anlage. Das muss ein Landkind erstmal lernen.

Landmaries Garten im April 2015
Landmaries Garten im April 2015

Gelernt habe ich ohnehin sehr viel in diesem ersten Gartenfrühjahr. Über Pflanzen und deren bevorzugte Standorte, gute und schlechte Beetnachbarn, Fruchtfolgen und die Nutzung diverser Werkzeuge.

Besucher und Mitgärtner betrachten den Garten mit ganz verschiedenen Gesichtern. Mal verwundert, mal begeistert. Interessiert und kritisch. Warum der Weg denn um die Ecke gehe, fragten mich viele. Und wie ich auf die Idee gekommen war, die Beete aus Holz zu bauen. Wo ich den Zaun gefunden habe und ob ich das eigentlich beruflich mache. Manchmal fragte ich mich, ob mich meine Mitgärtner auf den Arm nehmen wollen. Die ehrliche Antwort auf all das wäre wohl gewesen, dass ich nunmal mit Holz aufgewachsen bin und in versteckt, verschlafenen Bauerngärten zu Hause war. Ein Holzzaun als Sichtschutz liegt da nahe. An ein anderes Material habe ich nie wirklich gedacht. Und natürlich mache ich das selbst, denn genau das ist wahrscheinlich der Kern des Ganzen. Ich brauchte einen Ort, an dem ich wieder richtig arbeiten kann. Mit den eigenen Händen, eigener Kraft und eigener Kreativität. Der Garten hat mich daran erinnert, was man schaffen kann, wenn man es einfach nur mal macht, statt dauernd nach Hindernissen zu suchen.

 

Landmaries Garten im April 2015
Landmaries Garten im April 2015

 

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