Landmaries Garten im Mai

Landmaries Garten (4) – Frühlingserwachen!

Mein erster Gartenfrühling und seine Nebenwirkungen.

Wie schön das war, als sich Anfang Mai die ersten wirklich warmen Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke kämpften. Die Natur explodierte in sämtlichen Farben, Eichhörnchen leisteten mir im Garten Gesellschaft und die ersten Gemüsepflänzchen wuchsen rasch. Die Vögel ließen ihre neusten Kompositionen klingen, während ich voller Vorfreude und mit einem breiten Grinsen im Gesicht säte und pflanzte, harkte und zupfte. Die Beete waren sehr pünktlich fertig geworden, mein Zaun hatte die erste Sturmprobe bestanden und der Weg wartete immer noch auf eine neue Lavalieferung.

Landmaries Garten im Mai

Zwischen den Beeten verlegte ich Folie, die ab sofort dem Unkraut das Wachsen erschweren sollte. An einem unglaublich verregneten Samstagmorgen wurden dann 1,4 Kubikmeter Rindenmulch darüber verteilt. Wunderbarer Waldgeruch erfüllte die Luft und steigerte meine Neugier auf meinen ersten richtigen Gartensommer.

Landmaries Garten im Juni

Meine Begeisterung für mein kleines Stückchen Land blieb natürlich auch Oma nicht verborgen. War der Kontakt in den letzten Jahren weniger intensiv als in Kindertagen, entwickelte sich nun ganz nebenbei wieder ein gemeinsames Thema zwischen den Generationen. So rief sie mich regelmäßig an um sich nach dem Gemüse zu erkundigen und mir alte Tipps weiterzugeben. Eines Vormittags fand sie dann den Weg in die Stadt und brachte mir diverse Schätze mit. Kohl- und Petersiliepflänzchen, Dünger und die versprochenen Kartoffeln vom Bauern. Ein, zwei Stunden werkelten wir zusammen, versorgten die Pflanzen und setzten die Kartoffeln in die Erde. Über die Sommermonate entstand so ein Austausch und eine Gemeinsamkeit, die schlicht und einfach glücklich macht.

Einen kleinen Dämpfer gab es, als eines Tages die Kohlrabi- und Salatpflänzchen merkwürdig zerrupft aussahen. Da keine Schleimspuren zu sehen waren, schieden Schnecken als Übeltäter aus. Die Nachbarn verrieten mir dann, dass es die Tauben sind, die sich durch die Blätter bis hin zum Herz der Pflanze fressen. Um letzteres gerade noch abzuwenden befolgte ich den Tipp, Netze über den Beeten anzubringen. Dieses Problem ließ sich also schnell und günstig beheben. Tauben – die gibt es in der Eifel nicht, sonst hätte mich Oma sicher informiert!

Wenig später entdeckte ich Löcher in der Salatreihe. Mist. Wühlmäuse! Naja, vielleicht reicht ihnen ja der eine Salat. Natürlich nicht. Nach und nach verschwanden diverse Pflanzen in den Tiefen der Mäuse-Gänge. Erst wüteten sie im Salatbeet, dann in den guten Eifel-Kartoffeln. Schließlich auch in den Erbsen und den Kräutern. Selbst bei den Erdbeeren entdeckte ich Löcher. Ich schien aber nicht die einzige zu sein, die auf diese heimtückische Weise beklaut wurde. Auch die Nachbarn beklagten sich, sodass wir schließlich begannen Fallen aufzustellen und Köder auszulegen. Bis eine deutliche Besserung spürbar wurde, vergingen viele Wochen. Mit Schrecken denke ich daran, dass Wühlmäuse bis zu 40 Nachkommen pro Kopf bekommen. Nächstes Frühjahr werden wir’s ja sehen…

Landmaries Garten im Mai

Landmaries Garten im Mai
Endlich kam der Juni und die ersten Radieschen auf den Teller. Gefolgt von eigenen Erdbeeren und Kirschen. Die Möhren brauchten viel zu lange, aber so musste ich nun mal ein bisschen Geduld haben. Dafür gab es Erbsen, die süß nach Kindheit schmeckten. Gekrönt wurde der Juni traditionell mit einem sonnig, türkis-gepunkteten Sommerfest in Landmaries Garten. Übrigens: Die Lavalieferung war inzwischen angekommen und mein Projekt „Weg um die Ecke“ geglückt. Der Sommer war nun endlich da und die warme Juniluft schwirrte verheißungsvoll vor Lachen, Vorfreude und Zufriedenheit.

Landmaries Garten im Juni

 

Landmaries Garten im Juni

IMG_Landmaries Garten im Juni

 

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